Heimatschulbesuche

bei krebskranken Kindern und Jugendlichen

Die Diagnose »Krebs« stürzt die erkrankten Kinder und Jugendlichen sowie deren Angehörige in eine erste schwere Krise, reißt sie doch die Betroffenen aus den gewohnten sozialen Bezügen heraus. Wenn nach monatelanger Chemotherapie, begleitet durch Unterricht in der Klinik und während der Therapiepausen zuhause, die PatientIn entlassen wird, ist dieser lang ersehnte Zeitpunkt doch auch von Unsicherheiten, Ungewissheit und Ängsten vor einem möglichen Rückfall belastet.

Die folgende, unterschiedlich lang dauernde Phase der Annäherung an den normalen Alltag - verbunden mit einem kontinuierlichen Hausunterricht - findet mit der Rückkehr der ehemaligen Patientin in die Heimatschule einen vorläufigen Abschluss. In dieser Schwellensituation ist die (ehemalige) PatientIn mit ihrer Familie einer erneuten starken Belastungsprobe ausgesetzt.
Hier versucht nun die Staatliche Schule für Kranke durch einen Heimatschulbesuch der Kliniklehrerin und Sozialpädagogin die soziale Reintegration der Patienln in den Klassenverband zu unterstützen.

Mit dem Heimatschulbesuch nimmt die Staatliche Schule für Kranke eine wichtige Brückenfünktion zwischen Klinik und Heimatschule wahr und versucht dadurch, der Ausgrenzung von Krankheit und Kranken im Schulbereich entgegen zu wirken.

Eva Winterer
Kinderpoliklinik Pettenkoferstraße

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