Musiktherapie mit krebskranken Kindern
Musik als Gemeinschaftserlebnis
Hier zeigt sich die verbindende, gesunde Kraft der Musik. Beim Singen und Musizieren sind alle innerlich beteiligt, auch die, die nur zuhören. So hilft die Musik den Kindern aus der Isolation und der ganzen Familie aus der Fixierung auf die Erkrankung herauszukommen. Sie trägt den gesunden Anteilen des Kindes Rechnung. Man hat Spaß zusammen und macht gemeinsam Quatsch. Gemeinsamkeit erleben ist ein elementares Bedürfnis und Grundlage für positives Lebensgefühl, Vergnügen und Freude.
Musik als Ausdruck von Unaussprechbarem
Oft findet die Musiktherapie am Krankenbett des Kindes statt, weil Infusionsständer, medizinische Geräte und Gesundheitszustand des Kindes es kaum zulassen, in den Stationskindergarten zu gehen. Deshalb benutze ich eine fahrbare Kiste, mit verschiedenen Instrumenten wie z.B. Trommeln, klingende Stäbe, Triangel, Becken, Rasseln, Kalimba, Glockenspiel etc., aus der sich die Kinder Instrumente aussuchen können.
Musik als Entspannung und Trost
In besonders schwierigen Situationen lade ich die Familien ein, mir einfach zuzuhören, damit sie Pause machen können. Besonders bewährt hat sich in solchen Situationen das Monochord. Der feine schwebende Klang dieses Instrumentes lädt zum Lauschen und Innehalten ein, und es kann so innerhalb des geschäftigen Krankenhausbetriebes eine kleine Insel der Ruhe und stillen Gemeinschaft entstehen, in der für eine kurze Zeit nichts getan werden muss, sondern einfach das »DaSein« genügt.
HannsGünter Wolf
Musiktherapeut
Die Musiktherapie wird durch die Elterninitiative ermöglicht.

