Das psychosoziale Team auf der Station 24d

Die Diagnose einer bösartigen Krebserkrankung oder einer schwerwiegenden Erkrankung des Blutes löst bei allen Betroffenen eine schwere psychische Belastung aus.

Die Aufgabe des psychosozialen Teams der onkologischen Station ist es, den erkrankten Kindern und Jugendlichen sowie ihren Angehörigen in dieser schwierigen Lebensphase persönlich und fachlich zur Seite zu stehen. Dazu gehören neben individuellen sozialrechtlichen und psychologischen Hilfestellungen auch Angebote zur kreativen Beschäftigung und Entwicklung von Bewältigungsstrategien während der stationären und teilstationären Behandlungsphasen.

Ein Mitarbeiter des psychosozialen Teams nimmt meist schon am Aufnahmetag Kontakt zur Familie und dem betroffenen Kind bzw. Jugendlichen auf und betreut sie die ganze Behandlung hindurch. Bis September 2002 wurde die Station sowie die Tagesklinik von zwei Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen mit jeweils 19,25 Wochenstunden betreut. Dann gelang es endlich, das psychosoziale Team der onkologischen Station 24d und der Tagesklinik um eine Vollzeitstelle aufzustocken - halb finanziert durch die Elterninitiative.

Diese Unterstützung vor allem in sozialrechtlichen und psychologischen Belangen zur Bewältigung der Krankheit und der starken Belastungen ist sehr wichtig, damit sowohl die Kinder und Jugendlichen als auch ihre Eltern und Geschwister als möglichst stabile Einheit diese tiefe Krise überstehen können.

Konkret beraten die psychosozialen Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen die Eltern bei den verschiedenen unterstützenden Leistungen durch die Krankenkasse, die Versorgungsämter und Sozialämter, sie helfen bei der Antragstellung, helfen den finanziellen Bedarf der Familien in dieser Krisensituation abzusichern (Beantragung von Familienhilfen bei der Elterninitiative und anderen Institutionen) und unterstützen sie bei der Beantragung von Kurbzw. Rehabilitationsmaßnahmen im Anschluss an die Therapie.

Die ganze Therapie hindurch begleiten die Mitarbeiter/­innen den Patienten und seine Familie in verschiedenen Gesprächen, sind Ansprechpartner in Krisensituationen, helfen den Kindern und Jugendlichen sich auf invasive Maßnahmen oder Operationen vorzubereiten und helfen, geeignete Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Durch die Anstellung einer weiteren Sozialpädagogin konnte nicht nur das Betreuungsangebot der Kinder und Jugendlichen und ihrer Familien deutlich verbessert und erweitert werden, sondern es steht nun für jede einzelne Familie wesentlich mehr Zeit im Sinne der ganzheitlichen Familienbetreuung zur Verfügung.

Barbara Neumann
Psychosozialer Dienst

Emailkontakt

[zurück nach oben]